BLOG : Sonnenklar

Dr. Martina Marte schreibt den Blog von SONNE IM HAUS 

Stärkende, ermutigende, auferbauende, aus dem Leben kommende Texte über das Muttersein und das Familienleben!

Blogeintrag 30

Muttertag

 

 

Kommerz, nur Geschäft tönt es aus vielen Mündern. Ja, das mag für viele stimmen, aber nicht für mich!

Denn seit dem Tag deiner Geburt haben sich für mich neue Welten eröffnet.

Muttertag ist durch dich, mein Kind das ganze Jahr.

 

Muttertag das ist /sind …

… deine vielen Zeichnungen und Basteleien mit Herzchen und Love verziert

… deine Hände, die sich in meine schmiegen

… dein kleiner Körper, der in der Nacht meine Nähe sucht

… dein Mund, der mir alles ununterbrochen erzählen will und mir täglich sagt, wie geliebt ich bin

… deine Ohren, die mir zuhören

… dein Kopf, der so eigenständig denkt und so viele Ideen hat

… deine Augen, die mich voller Liebe anblicken und für die ich die schönste Frau auf Erden bin

… deine Nase, die an mir schnuppert und dir das Gefühl gibt, geborgen zu sein

… deine Füße, die mir hinterher trappeln sogar bis auf die Toilette

… dein Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten

… deine Erwartung, dass ich dir immer und jederzeit helfen werde

… deine Gewissheit, dass du geliebt bist egal was du tust

… deine Vergebungsbereitschaft, wenn ich schlecht gelaunt und unfair bin

… deine Liebe jeden Tag!

 

Muttertag ist jeden Tag.

 

Muttertag ist Alltag in all seinen Facetten. Meist schön und oft auch anstrengend.

 

 

Sonnenklar – Muttertag sind du und ich, sind wir gemeinsam! 


Blogeintrag 29

Krise als Chance!

 

Immer wieder hört man, jede Krise ist eine Chance und wir können viel daraus lernen. Psychologen bestätigen aber, dass sobald die Krise vorbei ist, die guten Vorsätze meist vergessen sind und alles in alten Bahnen verläuft. Was wäre, wenn wir es diesmal aber schaffen würden, dringend Nötiges zu ändern? Laut Psychologen sollen sechs Wochen zum Einüben neuer Gewohnheiten ausreichen.

Was sind unsere Antworten auf die Fragen: Wo liegen meine Prioritäten wirklich? Auf was verlasse ich mich oder auf was baue ich? Was möchte ich an der jetzigen Situation auch später beibehalten?

 

Wie leicht behaupten wir, dass Gott für uns an erster Stelle steht und gleich hinter ihm unsere Familie. Zeigt sich dies aber auch in unserem Leben? Wie kann Gott an erster Stelle stehen, wenn wir keine Zeit finden in seinem Wort zu lesen oder mit ihm zu sprechen? Wie können der Ehepartner und die Kinder an erster Stelle stehen, wenn wir nie Zeit miteinander verbringen? Wenn wir immer anderen zuerst helfen oder mehr Zeit auf der Arbeit und mit unseren Hobbys verbringen als gemeinsam?

Wenn wir ehrlich sind, ist oft eine große Lücke zwischen dem was wir wollen/ sollen und unserem Tun. Dies zu ändern mag zwar schwierig sein, aber nicht unmöglich. Insofern kann der Virus als Chance gesehen werden.

 

Ich wünsche mir für mich und meine Familie, dass die Prioritäten auch im Alltag klar sind und sich dies auch an unseren Aktivitäten und Terminen zeigt. Der Mut zur Veränderung hat neu Feuer gefangen und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

 

 

Sonnenklar – Gott gibst uns jeden Tag eine neue Chance und er ist unsere Hoffnung 


Blogeintrag 28

 

Ein offener Brief an den Corona Virus

 

 Lieber Covid-19,

 

 

heute will ich dir einen offenen und ehrlichen Brief schreiben und mit dir abrechnen. 

 

Du wirst nicht wissen wer ich bin, aber ich kenn dich und deine Auswirkungen auf mein Leben inzwischen besser als mir lieb ist.

 

Deshalb folgendes:

Du hast mir meine freien Vormittage geraubt.

Du hast mir meinen Frieden und meine Gelassenheit genommen und in Stress und Unsicherheit verwandelt.

Du hast mich um etliche Gespräche, amüsante Mädelsabende und ruhige Auszeiten gebracht.

Du hast mir mein fein säuberlich organisiertes Leben über den Haufen geworfen und mich zu Flexibilität gezwungen.

Du hast mir mein über lange Zeit antrainiertes Bibellesen, Tagebuch schreiben und Gebet am Morgen von heute auf Morgen abtrainiert und mich alles vergessen lassen.

 

Aber sei dir gewiss, ich werde mich nicht unterkriegen lassen. Du rechnest am besten schon mit meinem Aufstieg aus der Asche, mit meinem Wiederkommen in aller Kraft oder wie man auf Englisch so schön sagt: I´m a force to be reckoned with.

 

Denn ich kenn da einen! Und du, lieber Corona, kennst ihn auch.

Ich kenn da einen, der meine freien Vormittage liebt, denn da treffe ich mich mit ihm.

Ich kenn da einen, der Stress und Unsicherheit in Frieden und Gelassenheit verwandeln kann.

Ich kenn da einen, der sein Leben für seine Freunde gegeben hat.

Ich kenn da einen, der hat das Chaos der Welt geordnet.

Ich kenn da einen, der mich immer wieder anspornt gute Gewohnheiten zu trainieren.

 

Wird es mich Kraft kosten? Ja, aber ich kenn da einen, der hat unendlich Kraft.

Wird mir der Weg zu schwierig erscheinen? Ja, aber ich kenn da einen, der mir verspricht im finsteren Tal bei mir zu sein.

Werde ich an der Zukunft zweifeln und die Hoffnung verlieren? Ja, aber ich kenn da einen, der nur Gutes für mich im Sinn hat.

 

Sonnenklar – ich kenn den EINEN und der ist die Kraft, mit der man besser rechnen sollte.

 


Blogeintrag 27

 

Ich will mein altes Leben zurück!

 

 

Ich will mein altes Leben zurück. Mein Leben ohne Homeschooling, ohne ständige Veränderung, ohne zu wenig Luft zum Atmen und zu wenig Pausen. Dieses stinklangweilige, eintönige und vorhersehbare Leben will ich – jetzt sofort und gleich. Bitte!

 

Ja, ich habe mal kurz die Krise mit Corona, wegen Corona – alles nur noch Corona.

 

Auch früher war mir bewusst, dass nichts fix ist und sich alles ändern kann, dass meine Pläne nicht in Stein gemeißelt sind und jeden Tag etwas passieren kann und meine Pläne komplett ändert. Nur war das früher eher Theorie und derzeit ist es gängige Praxis.

 

Nicht jeder kann sich im Handumdrehen auf neue Dinge einzustellen. Klar, wäre jetzt irgendwie die Gelegenheit es zu lernen. Die Gelegenheit, die Dinge gelassen zu nehmen, Gott alles zu überlassen, und voller Vertrauen auf ihn zu blicken. Viele Wände und Kalender ziert das Gelassenheitsgebet: „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Aber ehrlich gesagt war mir das schon immer ein Rätsel. Ich liebe meine Pläne, und versuche sie, mit Gott abzusprechen. Ich liebe meine Listen und die kleinen Häkchen. Ich liebe meinen Alltag und meine Routine. Es hilft mir, zur Ruhe und zu Gott zu kommen.

 

 

Nur bringt dieses Gejammer mich nicht weiter. Also was tun?

 

 

Vielleicht sollte ich dieses Gebet doch an meine Kühlschranktür hängen und solange lesen, bis ich es verstehe. Vielleicht sollte ich gnädiger mit mir und meinen Vorstellungen sein. Vielleicht plane ich mir trotz all dem Wahnsinn, kleine Auszeiten in der Badewanne ein. Vielleicht sollte ich meinen Kindern ein Telefon kaufen, damit ich wenigstens eine Viertelstunde alleine spazieren gehen kann. Und vielleicht sollte ich mir vor Augen halten, dass Gott in jeder Situation bei mir ist und dass er souverän ist. Vielleicht ist es an der Zeit im Vertrauen auf ihn einen großen Schritt zu machen und das Leben, so wie es jetzt ist, anzunehmen.

 

 

Sonnenklar – ist mir gerade gar nichts, aber das ändert nichts an dem, wer Gott ist.

 


Blogeintrag 26

Schuhregal

 

Irgendwo habe ich mal gehört, dass sich gute Gewohnheiten nach sechs Wochen einspielen. Ha, die kennen meine Kinder nicht! Seit Jahren – nein keine Übertreibung – sage ich täglich beim Nachhausekommen: „Wo wohnen die Schuhe?“. Man könnte meinen, schlau wie die Jungs sind, ersparen sie sich dieses Gejammer der Mutter und gehen den leichten Weg. Sprich sie räumen ihre Schuhe ins Regal. Weit gefehlt! Letzte Woche habe ich beim Schweden ein Schuhregal gekauft und selbst aufgebaut. Als mein Sohn das neue Möbelstück sah meinte er nur: „Schon wieder ein Schuhregal und jetzt sag bloß Mama da sollen wir unsere Schuhe rauf stellen.“

„ Ja mein geliebtes Kind, so soll das sein und ich freue mich darüber, dass dir zumindest der Sinn eines Schuhregal bekannt ist.“ An der Umsetzung werden wir noch arbeiten, denn bis jetzt ist mir noch keine Studie untergekommen, dass es gefährlich ist seine Schuhe auf Metallstäbe zu stellen. In meinen Augen stirbt man an solchen Tätigkeiten nicht, in den Augen unserer Söhne wäre dies denkbar. Vielleicht sollte ich heute, wenn die Kinder von der Schule nach Hause kommen, mich theatralisch vors Schuhregal werfen und schnappatmen. Wenn sie die Schuhe ab sofort nicht selbst aufs Regal stellen, dann haben wir wenigstens alle etwas zu lachen. Vielleicht besteht dann die Hoffnung, dass sie irgendwann auf dem Weg ins Erwachsenenleben die Schuhe an den richtigen Ort stellen. 

 

 

Sonnenklar – im Himmel gibt’s für meine Jungs sicher keine Schuhregale!


Blogeintrag 25

Löcher

 

Ich will kein Donut sein

 Jeder kennt Donuts, das amerikanische Gebäck mit dem Loch in der Mitte. Sie erinnern mich an uns Menschen. Viele von uns haben wie Donuts Löcher in der Mitte. Nur sind sie in unserem Leben keine Hilfe, sondern Hindernisse, auch wenn wir uns dieser Löcher gar nicht bewusst sind. Mit aller Kraft bemühen wir uns diese Löcher zu füllen, jeder auf seine Art. Die eine kauft immer das Neueste und ist doch nie zufrieden und angekommen. Die andere arbeitet mehr als sie leisten kann, und es reicht doch nie. Wieder eine andere hat täglich Sex und fühlt sich doch nie bedingungslos geliebt. Eine macht ständig Sport und findet sich beim Blick in den Spiegel dennoch nicht schön.

Viele Beispiele gibt es in unserem Umfeld, nur wo liegt unser Loch und mit was versuchen wir es zu füllen? Hier lohnt es sich hinzusehen, den Bestand ehrlich und schonungslos aufzunehmen und ihn dann vor Gott zu bringen. Jede von uns hat ein Päckchen abbekommen aber keine von uns muss es alleine tragen. Denn da gibt es den einen, der mir den Rucksack abnimmt. Der mit mir weint über meinen Mangel und ihn dann behebt. Der mich kennt und mich versteht. Der mich in meiner Wut und meiner Trauer nicht alleine lässt. Der meine Löcher besser kennt als jeder andere.

Den einen und den einzigen der meine Löcher zu füllen vermag.

  

Sonnenklar: mit Gott müssen wir keine Donuts mehr sein!


Blogeintrag 24