Vanish Oxy Action – doch lieber Jesus
- vor 3 Stunden
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Wer behauptet hat, dass größere Jungs keinen Dreck mehr machen und mit sauberen Klamotten nach Hause kommen, hat noch nie meine Kinder gesehen.
Im Kindergarten und auch am Anfang der Volksschule hatte ich ja noch Verständnis, dass meine Jungs immer von oben bis unten voller Dreck waren. Wir hatten genügend Kleidung, die wir explizit zum Spielen im Freien benutzt haben und die eh schon voller Löcher war und somit gut aufgebraucht werden konnte. Gegen Ende der Volkschule kam es dann schon zu ein bisschen mehr Reibereien, wenn die normale Kleidung für Schlammburgen bauen genutzt wurde. Aber jetzt? Jetzt herrscht völliges Unverständnis meinerseits wie Teenager, die so viel Wert auf ihren „Style“ legen und mit Deo und Co hantieren, dennoch immer wieder völlig verdreckt nach Hause kommen. Einmal die Abkürzung vom Bus nach Hause zu nehmen und dann auf den Hintern zu fallen, leuchtet ein. Aber fünfmal hintereinander? Einmal versehentlich in der schönen Jeanshose Fußball zu spielen ok, aber immer wieder? Und dann auch noch Torwart mit vollem Einsatz?
Man könnte meinen das wären Lernfelder. Die Einzige, die daraus lernt, bin ich. Denn diese pinke Flasche "Vanish Oxy Action" ist inzwischen mein bester Freund und ständiger Begleiter. Wenn meine Teenies dann ganz zerknirscht kommen und mir ihre Drecksachen entgegenstrecken mit schönstem Lächeln und sagen: „Mama, du bringst das schon wieder sauber“, und mir mit Bussis danken, dann schlägt die Mutterliebe Saltos und erledigt das. Im Nachhinein komm ich mir dann gar nicht mehr so intelligent vor und nehme mir wieder vor mit mehr Konsequenz zu erziehen. Dies klappt inzwischen auch so gut, dass die Jungs die pinke Flasche kennen und auch wissen, wie man sie einsetzt. Dennoch ist mein Motto oft Gnade vor Recht. Wie oft muss Jesus zu seiner „pinken Flasche“ greifen, wenn ich mit meinen Worten oder Taten mich oder andere mit „Dreck“ beschmiere. Wenn ich immer und immer wieder den gleichen Fehler mache. Wenn ich vergesse, dass mein „Style“ eigentlich im christlichen Sinn Liebe, Freude, Friede und Geduld wäre.
Sonnenklar: Mutterliebe ist ein wahres Wunder. Aber Gottes Liebe zu uns ist das größte Wunder überhaupt!
Dr. Martina Marte



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